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Die Treuhand®

Kilometergeld (PKW):

Pro Kilometer 0,42€

Tagesgeld – Inland:

Pro ganzen Tag 26,40€
Pro Stunde 2,20€           (Mindestens 3 Stunden notwendig)

Nächtigungsgeld – Inland:

Pro Nacht 15,00€

Bemessungsgrundlage gewerbliche Sozialversicherung monatlich:

mindestens     425,70€ (2016 = 415,72€)
höchste 5.810,00€ (2016 = 5.670,00€)

Höchstbemessungsgrundlage Sozialversicherung Dienstnehmer:

Täglich     166,00€ (2016 = 162,00€)
Monatlich 4.980,00€ (2016 = 4.860,00€)
Jährlich 9.960,00€ (2016 = 9.720,00€)

Geringfügigkeitsgrenze:

Täglich    entfällt (2016 = 31,92€)
Monatlich 425,70€ (2016 = 415,72€)

Selbstversicherung bei Geringfügigkeit:

Monatsbeitrag 60,09€ (2016 = 58,68€)

Warum müssen sich Dienstnehmer bei Geringfügigkeit Selbstversichern?
(Information für Dienstnehmer!)
Bei dieser Art von Beschäftigung ist man vom Dienstgeber nur Unfallversichert, allerdings nicht Kranken- und Pensionsversichert.
Es gibt drei Arten wann man die Selbstversicherung bezahlen kann bzw. muss:

1. Eine oder mehrere Geringfügige Beschäftigungen die insgesamt den Betrag von € 425,70 (2017) im Monat nicht übersteigen:
Voraussetzung für die Selbstversicherung sind, dass Sie keine der folgenden Bezüge erhalten: Eigenpension, Kinderbetreuungsgeld, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe.
In diesem Fall kann man bei der Gebietskrankenkasse einen Antrag auf Selbstversicherung stellen und die Versicherung selbst bezahlen.
Dadurch hat man Anspruch auf Ärztliche Hilfe, Heilmittel, Krankenhausaufenthalte, Kranken- und Wochengeld.

2. Zwei oder mehrere Geringfügige Beschäftigungen die insgesamt den Betrag von € 425,70 (2017) im Monat übersteigen:
In diesem Fall sind Sie verpflichtet von Ihrem gesamten Entgelt Beiträge für Kranken- und Pensionsversicherung zu entrichten und haben auch alle Ansprüche.

3. Eine oder mehrere Geringfügige Beschäftigungen neben einer bereits bestehenden Vollversicherten Tätigkeit:
Hierbei sind Ihre Geringfügigen Entgelte beitragspflichtig. Sie haben Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge zu entrichten, unabhängig davon, dass Sie bereits vollversichert sind.

Beitragszahlung:
Die Höhe der Beitragszahlung ist vom gesamten geringfügigen Entgelt abhängig. Bei Angestellten beträgt der Beitragssatz 13,65% und bei Arbeitern 14,20%.
In den meisten Fällen kommt noch die Arbeiterkammerumlage in Höhe von 0,5% dazu. Bei den Sonderzahlungen entfällt die Arbeiterkammerumlage.
Der Beitrag wird jährlich von der GKK vorgeschrieben, allerdings kann man auch ein Ansuchen auf monatliche Beitragszahlungen stellen.

Dienstgeberabgabe für geringfügig Beschäftigte?
(Information für Dienstgeber!)
Dienstgeber deren monatliche Entgeltsumme an alle von ihnen geringfügig Beschäftigten den 1 ½ fachen Betrag der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von € 638,55 (2017) übersteigt, müssen außer dem Unfallversicherungsbeitrag von 1,3%auch eine pauschalierte Dienstgeberabgabe von 16,4% entrichten, insgesamt somit 17,7%.

Beitragsgrundlage ist die Summe der Entgelte, die im Kalendermonat an geringfügig beschäftigte Personen auszuzahlen ist.
Beitragszeitraum für die Dienstgeberabgabe ist das Kalenderjahr, so dass diese Beiträge erst mit Ablauf des Kalenderjahres fällig sind und bis zum 15. Januar des folgenden Kalenderjahres bei der Krankenkasse eingelangt sein müssen.

Auflösungsabgabe:

Pauschale 124,00€ (2016 = 121,00€)

Wann ist die Auflösungsabgabe zu bezahlen?
Diese Abgabe ist von Dienstgeber zu entrichten wenn ein Dienstnehmer vom Unternehmen ausscheidet. Allerdings gibt es einige Ausnahmefälle in den dieser Betrag nicht fällig wird:
Dienstverhältnis auf längstens sechs Monate befristet, Lösung Probezeit und Lehrverhältnis und auch bei freie Dienstverhältnissen, Tod des Dienstnehmers, verpflichtendes Praktikum, Insolvenz, ältere Dienstnehmer, Karenzierung, Geringfügig Beschäftigte, Dienstnehmer die dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) unterliegen, Entlassung, Pensionsantritt, unberechtigter vorzeitiger Austritt, vorzeitiger Austritt aus Gesundheitlichen Gründen und Dienstnehmer Kündigung.

Was ist eine fallweise Beschäftigung

Personen, die in absolut unregelmäßiger Folge tageweise beim selben Dienstgeber beschäftigt werden. 
Eine vorläufige Mindestanmeldung (Avisomeldung) erfolgt im Vorhinein für jeden Arbeitstag. Bis zum 5. des Folgemonats - wird der Dienstnehmer kombiniert an- und abgemeldet, für die Tage, die er beschäftigt war. 
Ein fallweise beschäftigter Dienstnehmer hat die gleichen Ansprüche (Zulagen, Sonderzahlung, Urlaub) wie ein normaler Dienstnehmer.

Pendlerpauschale:

Wohnung - Arbeitsstätte  Kleine Pendlerpauschale monatlich 
Mindestens 20 km 58,00€ 
Mehr als 40 km 113,00€ 
Mehr als 60 km 168,00€ 
Wohnung - Arbeitsstätte  Große Pendlerpauschale monatlich 
Mindestens 2 km 31,00€ 
Mehr als 20 km 123,00€ 
Mehr als 40 km 214,00€ 
Mehr als 60 km 306,00€ 

Pendlereuro: 2,00€ pro km der einfachen Fahrtstrecke Wohnung - Arbeitsstätte (jährlich)
Aliquotierung: Rücklegung der Strecke Wohnung - Arbeitsstätte innerhalb des Kalendermonats an 4-7 Tagen = 1/3; an 8-10 Tagen = 2/3; an mindestens 11 Tagen = voller Wert.

Urlaubsanspruch

Bis Vollendung 25. Dienstjahr 5 Wochen Anspruch
Ab Beginn 26. Dienstjahr 6 Wochen Anspruch
(Gesetzlich erst Anspruch ab 7. Beschäftigungsmonat, kann aber auch entfallen.)

Gesetzliche Kündigungsfristen:

( ACHTUNG: Alle Angaben und Zeiten können variieren laut Kollektivvertrag/Betriebsvereinbarung/Dienstzettel! )

  • Kündigung Dienstgeber:
    Kündigungstermin: Quartalsende
    Dienstjahre Frist
    1. - 2. 6 Wochen
    3. - 5. 2 Monate
    6. - 15. 3 Monate
    16. - 25. 4 Monate
    Ab 26. 5 Monate
  • Kündigung Dienstnehmer - Angestelle:
    Es gilt 1 Monat Kündigungsfrist. Diese kann vertraglich bis zu 6 Monate ausgedehnt werden, wenn für den Arbeitgeber mindestens eine gleich lange Frist vereinbart wird.
    Kündigungstermin ist der Letzte des Kalendermonats.
  • Kündigung Dienstnehmer - Arbeiter:
    Die Kündigungsfrist beträgt auf beiden Seiten 14 Tage, jedoch sind abweichende Regelungen laut Vereinbarung möglich.
    Die Kündigung ist jeden Tag möglich, aber im Normalfall regelt diesen Termin der Kollektivvertrag.

Krankenstandsansprüche

 Angestellte:

Dienstjahre Erstanspruch Folgeanspruch Höchstdauer
1. – 5. 6 Wo. voll 4 Wo. halb 6 Wo. halb 4 Wo. viertel 10 Wochen
6. – 15. 8 Wo. voll 4 Wo. halb 8 Wo. halb 4 Wo. viertel 12 Wochen
16. – 25. 10 Wo. voll 4 Wo. halb 10 Wo. halb 4 Wo. viertel 14 Wochen
Ab 26. 12 Wo. voll 4 Wo. halb 12 Wo. halb 4 Wo. viertel 16 Wochen

Bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten: um bis zu 2 Wochen verlängerter Anspruch

Arbeiter:

Dienstjahre Krankheit oder Freizeitunfall
(pro Arbeitsjahr)
Arbeitsunfall oder Berufskrankheit (pro Anlassfall)
1. – 5. 6 Wo. voll 4 Wo. halb 8 Wochen
6. – 15. 8 Wo. voll 4 Wo. halb 8 Wochen
16. – 25. 10 Wo. voll 4 Wo. halb 10 Wochen
Ab 26. 12 Wo. voll 4 Wo. halb 10 Wochen

Lehrlinge:

Krankheit oder Freizeitunfall
(pro Arbeitsjahr)
Arbeitsunfall oder Berufskrankheit
(pro Anlassfall)
4 Wochen voll + 2 Wochen Teilentgelt

8 Wochen voll + 4 Wochen Teilentgelt

Nach Ausschöpfung im selben Arbeitsjahr bei jeder neuerlicher Arbeitsverhinderung:
3 Wochen voll + 6 Wochen Teilentgelt

Teilentgelt: Differenz zwischen Lehrlingsentschädigung und GKK-Krankengeld

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